Janusz KORCZAK

 ein bedeutender polnischer Kinderarzt , Schriftsteller und Pädagoge mit jüdischen Wurzeln,  ein Mensch für Kinder, der allen PädagogInnen einiges ins Stammbuch zu schreiben hatte, ein Mensch, der sein Leben -  bis zum Tod - mit den Kindern teilte.

 


Nachruf auf Dr. Michael Lugger

 

Die Österreichische Janusz Korczak-Gesellschaft (ÖJKG) nimmt trauernd und sehr betroffen Abschied von ihrem langjährigen Vorstandsmitglied, Dr. Michael Lugger.

Dr. Lugger ist am 20. Juli 2021 nach schwerer Krankheit viel zu früh mit 69 Jahren von uns gegangen.

Er war Jurist in der Rechtsabteilung der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter und arbeitete nach wie vor unermüdlich als Vorsitzender des Fördervereines der VHS Mariahilf/Wien sowie in anderen Vereinen.

 

Als Vorstandsmitglied der ÖJKG, maßgeblich verantwortlich für die Finanzen des Vereins, stand Dr. Lugger der Gesellschaft tatkräftig mit seiner juristischen Fachkompetenz zur Seite. Er erarbeitete die Vereinsstatuten und engagierte sich unermüdlich für die Rechte der Kinder.

Dr. Lugger war ein liebenswerter Vorstandskollege, ein vorbildlicher Humanist, der die Toleranz als gläubiger Katholik überzeugend lebte, dabei stets hilfsbereit, freundlich, bescheiden und respektvoll den Menschen begegnete, ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer Religion oder politischen Gesinnung.

Wir werden seine Menschlichkeit, seinen klugen Rat, aber auch seinen feinen Humor und sein gewinnendes Lächeln sehr vermissen, zugleich sind wir auch dankbar, dass wir Michael in der ÖJKG als wertvollen Freund und Kollegen in unserer Mitte haben durften!

 

In dankbarer Erinnerung

Univ.Prof. Dr. Karl Garnitschnig

Vorstandsvorsitzender der ÖKJ Gesellschaft

 


AKTUELLES

Prof. Kurt Rosenkranz sprach am 30. Juni im Bezirksmuseum Brigittenau über sein Leben im Holocaust

"Es geht immer um den Menschen." In seiner rund einstündigen Erzählung seines dramatischen und kaum nachvollziehbaren Lebens wiederholte Kurt Rosenkranz oft, dass es immer um den Menschen und seine Würde gehen muss. Man kann sich die Erfahrungen, die tausende Menschen damals erleiden mussten, nicht vorstellen. Allein die Erfahrung, keine Bleibe zu haben, weil man immer wieder den Ort wechseln und irgendwo neu anfangen muss ist schmerzhaft.  Die Wurzeln freilich waren und blieben in Wien – und es war ein Geschenk, dass er dorthin wieder zurückkommen konnte. Der Glaube hält einen am Leben – und die innere Haltung, dass es nicht mehr schlechter werden kann. Auch die Begegnung mit Menschen, die zu einem stehen – egal was das Schicksal auch bringt – Menschen, die einen lieben, wie man ist. Das macht einen stark und lässt einen vieles überstehen. Er war nie „auf den Mund gefallen“ und brachte sich immer wieder ein, nicht nur am Fußballplatz, wo er immer eine wichtige Funktion übernahm. Kurt Rosenkranz stand immer für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit ein. Freilich spielt Angst auch eine Rolle – aber im Überlebenskampf darf sie einen nie übermannen. „Ich habe es geschafft und bin wer“. Das sollte man am Ende eines bewegten Lebens immer zu sich selbst sagen können.

DER VORTRAG WIRD HIER BALD NACHZUSEHEN SEIN.


Nächste Termine

14. Oktober - 19:00               Das duale System "Lehre" 
                                           Freidrich Graf
Berufliche (Aus-) bildung wird oft als Gegensatz zur universitären Ausbildung gesehen. Der Stellenwert europäischer Facharbeit wäre ohne diese spezifische Form der Bildung in deutschsprachigen Ländern nicht vorstellbar.

 

19. Oktober 21 - 9:00 Uhr         Im Rahmen der Tage der Diversität der PH Wien
  online                                  Kinderrechte - Basis für eine kindgerechte Schule
                                             Andreas FISCHER, MSc

                              

20. November 2021                ab 17:00 Uhr: Podiumsdikskussion

      Tag der Kinderrechte             ab 15:00 Uhr: Programm für Kinder

 


ZITATE, die nachdenklich machen

„Wir kennen das Kind nicht, schlimmer noch:
wir kennen es aus Vorurteilen.“

 "Aus Furcht, der Tod könnte uns das Kind entreißen, entziehen wir es dem Leben; um seinen Tod zu verhindern, lassen wir es nicht richtig leben."

 „Alle Tränen sind salzig. Wer das begreift, kann erziehen.“