Rückblick auf letzte Veranstaltung


 Gusen: Gedenken an eines der schlimmsten KZ

 Das Konzentrationslager Gusen wurde als Außenlager des KZ Mauthausen geführt, und ist von seiner Größe und der Anzahl der Häftlinge bzw. der Ermordeten mit den großen Stammlagern der Nationalsozialisten vergleichbar. In den fünf Jahren seines Bestehens wurden schätzungsweise 60.000 bis 70.000 Menschen hier inhaftiert, rund die Hälfte ist aufgrund der schrecklichen Arbeits- und Lebensbedingungen in den Steinbrüchen und in der Rüstungsindustrie ums Leben gekommen.  Die Historikerin Mag. Heide Manhartsberger-Zuleger, Mitglied im Vorstand der Janusz Korczak Gesellschaft, sprach am 23.6. 2022 in der VHS Mariahilf über das KZ Gusen.

 

Toller Auftritt bei der INTERPÄDAGOGIKA (12.-14.Mai)  in Wien

Dank einer großzuügungen Unrterstützung der Messeleitung,  konnte die Österr. Janusz-Korczak Gesellschaft "ihren" Onkel Doktor einer Vielzahl von PädagogInnen bekanntmachen und vorstellen. Die  Ausstellung, ein reichlich gefüllter Büchertisch und zwei Fachvorträge ermöglichten vielen Messebesuchern, diesen wertvollen Menschen kennen zu lernen. Nicht selten erfuhr man in Gesprächen, dass in der Ausbildung dieser Pädagoge nicht immmer im Curriculum war. Heiude Manhartberger und Andreas Fischer informierten drei Tage lang viele Menschen, die viel über Korczak wissen wollten. Kooperationsgespräche mit anderen Einrichtungen z.B.: "Unsere Kinder" wurden geführt.       Weitere Bilder hier.  

Bilder von der Interpädagogica 22

Kinderrechte-Tag

Große Begeisterung für das Thema "Kinderrechte"


 Fünfzig Schülerinnen und Schüler aus zwei dritten Klassen der Volksschule Donaufelderstraße im 21. Wiener Gemeindebezirk mit ihren Lehrern engagierten sich voll Begeisterung am Kinderrechtetag der Janusz Korczak-Gesellschaft, die in Kooperation mit der Volkshochschule Mariahilf-Neubau-Josefstadt stattfand. In den wunderschönen Räumlichkeiten der Volkshochschule näherten sich die Kinder in Workshops musikalisch, zeichnerisch und über ein Handpuppenspiel den Themen Kinderrechte an. In den Arbeiten der Kinder zeigte sich, dass insbesondere die Themen „Gewaltfreie Erziehung“, „Recht auf Bildung“, „Umweltschutz“ und „Krieg“ die Kinder sehr beschäftigen. Berührend ihre Aussagen wie „“Es sollte kein Krieg geführt werden“, „Kinder brauchen Schutz im Krieg“, „Alle Menschen sollten gleich behandelt werden“, „Alle Kinder dieser Welt haben ein Recht auf Bildung“ und „Mehr Naturschutzgebiete - weniger Auto fahren“. Mag. Heide Manhartsberger-Zuleger von der Janusz Korczak-Gesellschaft und Dir. Dominik Wang von der Volkshochschule, die die Veranstaltung organisiert hatten, freuten sich über den großen Zuspruch und die vielen kreativen Umsetzungen in den Workshops. Ein großer Dank gebührt den Schülerinnen und Schülern für das Einbringen ihrer Ideen und ihr begeistertes Mittun, sowie den Lehrerinnen und Dir. Richard Pregler von der Volksschule Donaufelderstraße für ihr Engagement an dem Kinderrechtetag.  Weitere  Bilder hier

 

 

Ein Leben für die Menschen

 

Ein Land, wie aus der Zeit gefallen - AFGHANISTAN

Ein Land, über das man in unserer westlichen Welt wenig weiß, stand bei einem Vortrag in der Wiener Volkshochschule im Zentrum des Interesses: Afghanistan, das Land am Hindukusch. Der pensionierte Urologe, Primarius Dr. Abdul Hak-Hagir, geboren in Kabul und nach dem Medizinstudium zur weiteren Ausbildung nach Österreich übersiedelt und hier sesshaft geworden, spannte auf Einladung der Janusz Korczak-Gesellschaft einen Bogen über Land und Leute Afghanistans. Seit langem setzt er  sich finanziell und sozial für die Menschen in seinem Heimatland ein und hat viele karitative Projekte, insbesondere im Bildungsbereich, bereits umgesetzt. . Mehr

 

Afghanistan

 Was man aus den Medien über Afghanistan erfährt, klingt bedrohlich: Krieg, Stammes-Rivalitäten, Terroranschläge und die mittelalterliche Islam-Auffassung der radikalen Taliban, die auch vor Steinigungen nicht zurückschrecken. Das Land hinkt anderen Volkswirtschaften weit hinterher, was unter anderem mit den vielen Analphabeten und mangelnden Ausbildungsmöglichkeiten zu tun hat. Die Armut müsste allerdings nicht sein, denn Afghanistan ist reich. Auf bis zu dreitausend Milliarden US-Dollar werden die Rohstoffe und Mineralvorkommen geschätzt, die in der Erde Afghanistans darauf warten, gehoben zu werden. Die fürchterlichen Zustände schrecken Hak-Hagir, der in Österreich sehr erfolgreich als Urologe tätig war und innovative Operationsmethoden und Behandlungen einführte, nicht ab, sich für die Menschen in seinem Geburtsland zu engagieren. Er ist nicht nur sensibler Beobachter der Vorgänge in seiner Heimat, sondern auch zupackender Gestalter. Und er weiß, Bildung ist der Schlüssel, dass die Menschen in Afghanistan später vielleicht einmal ein besseres Leben führen können.

 

„Ich möchte meinem Land etwas zurückgeben“

 Dem Arzt, der mit seiner Frau und zwei Söhnen im Waldviertel lebt, ist es ein großes Anliegen „etwas zurückzugeben“, um den von Kriegen traumatisierten Menschen zu helfen. Mit ihren einfühlsamen Fragen gelang es der Initiatorin und Moderatorin des Abends, Mag. Heide Manhatsberger-Zuleger, viel über die karitativen Projekte in Erfahrung zu bringen. So ließ der Vortragende sein von Kriegen zerstörtes Elternhaus wieder aufbauen, integrierte darin eine Grund- und Mittelschule, in der bisher 800 Schüler in drei Tagesschichten unterrichtet wurden. Bei einer Analphabeten-Rate von über 60 Prozent herrscht naturgemäß rege Nachfrage. „Wegen des großen Andrangs habe ich inzwischen ein weiteres Gebäude angemietet, in dem bis zu 500 Schüler die Chance bekommen sollen, Wissen zu erwerben“, erzählt Hak-Hagir. „Wer einmal mit eigenen Augen sieht, wie lernhungrig die Kinder und Jugendlichen dort sind, welche Freude es für sie ist, eine Schule zu besuchen, kann verstehen, warum ich für diese Aufgabe brenne“. Finanziert wird der Schulbetrieb über die Vermietung von Wohnungen, die in seinem früheren Elternhaus ausgebaut wurden.

 

Wasser ist Leben

 Besonders wichtig war die Bohrung eines tiefen Brunnens für Trinkwasser auf dem elterlichen Anwesen. Was in Österreich eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich sauberes Wasser, ist für die 38 Millionen Afghanen, die überwiegend auf dem Land leben, ein kostbares Gut. Der musisch veranlagte Arzt, der parallel zu  seiner urologischen Ausbildung in Wien Konzertgitarre an der Musikhochschule studierte, ließ zwei Moscheen bauen, eine neben dem Elternhaus, eine nahe einem Krankenhaus. Dort wird außerhalb der Gebetsstunden ebenfalls unterrichtet und Besucher, die aus allen Teilen des Landes anreisen, um ihre Familienangehörigen zu Behandlungen ins Krankenhaus zu bringen, dürfen dort kostenlos übernachten. „Als ich hörte, dass schon mehrere Menschen, die im Freien schliefen, erfroren sind, kam mir die Idee, die Moschee dafür offenzuhalten“, erzählt Hak-Hagir. Schattenspender, die er errichten ließ, sollen dagegen im Sommer bei Temperaturen bis zu 40 Grad vor stechender Sonne schützen. Auch eine Tischlerei, Schneiderei, Toiletten und eine Anlage für rituelle Waschungen hat er finanziert.

 

Afghanische Gastfreundschaft ist legendär

 Was Afghanistan besonders auszeichnet, ist die ausgeprägte Gastfreundschaft seiner Bewohner. Auch wenn sie kaum etwas an materiellen Gütern zur Verfügung hätten, würde Reisenden zumindest ein Glas Joghurt oder eine Mahlzeit angeboten, erzählt Hak-Hagir. Umso schlimmer empfänden afghanische Flüchtlinge die Ablehnung, die ihnen teilweise in wohlhabenden Staaten entgegenschlägt. Auch das Thema Islam sparte der Arzt bei seinem Vortrag nicht aus. Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, die Religion in Afghanistan im richtigen Licht erscheinen zu lassen. So verfasste er das Buch „Säulen des Islam“. Einen Folder mit der Koran-Sure, dass man nicht töten darf, ließ er drucken und verteilen. Er hofft inständig auf eine Beendigung der Gewalt, denn „was Terroristen heute tun, hat mit dem Islam nichts gemein.“

 Pläne für die Zukunft hat der Vielbeschäftigte genug. Sobald es wieder Flüge nach Kabul gibt, will er dorthin reisen. Bis es soweit ist, steht er im täglichen telefonischen Kontakt mit seinen Mitarbeitern. Eine Drogenklinik soll errichtet werden, das Grundstück dafür hat er schon erworben, und eine Ambulanz für Urologie-Patienten soll folgen. Es gibt also noch viel zu tun. Die Menschen in Afghanistan brauchen dringend Idealisten wie Abdul Hak-Hagir.

 

  Wer die karitativen Aktivitäten für Afghanistan mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies über dieses Konto gerne tun:
Dr. Abdul Hak-Hagir,
IBAN AT 59 2027 2083 0000 6221

 

Konzertbilder - Polnisches Institut


TREVOR - Seminar

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AUSSTELLUNGEN

AUSSTELLUNG

Der Tod hat nicht das letzte Wort

Die 13 Krimis von Hans Georg Friedmann

 

In der VHS Mariahilf fand am Donnerstag, 24. Mai  die Ausstellungseröffnung statt. Die zahlreichen Gäste waren von den Worten von Dr. Robert STREIBEL (Direktor der VHS Hietzing), Mag. Heide MANHARTSBERGER-ZULEGER und Anton (Spielmann Cousin von Hans Georg Friedmann) ebenso berührt wie von den Gitarrenklängen von Ingomar KMENNT. Die Aktualität dieser Lebensgeschichte eines 10 Jährigen Buben, der Hass und Gewalt erlebt und seine Gefühle durch das Schreiben zum Ausdruck bringt und damit auch verarbeitet, machte die zahlreichen Gäste sehr nachdenklich. Nach der Besichtigung der Ausstellung  wurde noch lange bei einer Agape miteinander über die ausgelösten Empfindungen nachgedacht. Beeindruckend auch die Worte von Anton Spielmann, der besonders gefühlsstarke Verbindungen zu damals auslösen konnte.   Weitere Fotos hier.


JANUSZ-Verleihungen

Janusz 2018 - Burgenland

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